Schwalbach Gestern und Heute

Die Gemeinde Schwalbach / Saar besteht in ihrer heutigen Form seit der zweiten Gebietsreform zum 01.01.1982. Drei Gemeindebezirke, Elm, Hülzweiler und Schwalbach, geben der Gemeinde Schwalbach - mit mehr als 18.000 Einwohnern die größte Gemeinde im Landkreis Saarlouis - ihr heutiges Gesicht. Schwalbach stellt sich als eine Kommune dar, in der Bürgernähe, hoher Wohn- und Freizeitwert und damit Lebensqualität großgeschrieben wird.

Die Gemeinde Schwalbach präsentiert sich heute als funktionelle Kommune mit attraktiven Wohngebieten, gut strukturierten Gewerbeflächen sowie umfangreichen Bereichen für die Naherholung, Freizeitgestaltung und sportliche Betätigung. Den rund 18.000 Einwohnern steht damit ein Gemeindegebiet von rund 2700 Hektar zur Verfügung, die zu einem Viertel von Wald bedeckt sind.

Schon immer waren die Gemeindebezirke, die sich in Schwalbach zusätzlich in die Ortsteile Schwalbach und Griesborn, in Elm in die Ortsteile Elm, Derlen, Knausholz und Sprengen gliedern, miteinander verbunden. Geschichtliche Gegebenheiten, Zeiten und Ereignisse, wie sie vielen Gebieten und grenznahen Regionen eigen sind, bilden hier die Zusammenhänge.

Der Rückblick in die Jahre 1793 und 1794 macht es deutlich: französische Truppen besetzten das linke Rheinufer, brachten den eingangs erwähnten Ortsteilen die französische Republik, später das napoleonische Kaiserreich, dann -ab 1815- das Königreich Preußen. So gab es stete Veränderungen, stete Wechsel.

Erheblich zerstört fanden die Überlebenden des zweiten Weltkrieges die einzelnen Ortsteile vor. Schweigsame Erinnerungen an die schrecklichen Kriegsjahre sind heute noch die über 1000 Grabstätten der Gefallenen auf dem Soldatenfriedhof im Gemeindebezirk Elm. Bürgerfleiß und Initiative waren es jedoch, durch die nicht nur nach und nach die Wunden des Krieges vernarbten. Es entstanden auch viele neue Wohngebiete, die die Gemeinde Schwalbach bis heute geprägt haben.

Im Jahr 1974/75 wurde der Gemeinde Schwalbach vom damaligen Minister des Inneren das Wappen der Gemeinde verliehen, das Symbole beinhaltet, die sich auf Ortsnamen, landschaftliche Lage, Geschichte und kirchliche Zugehörigkeit, die wirtschaftliche und soziale Struktur der Gemeinde Schwalbach beziehen:

Das Wappen der Gemeinde Schwalbach enthält wesentliche Elemente der bisher bestehenden Wappen früherer Gemeinden, wobei jedoch die Grundlage das frühere Schwalbacher Wappen bildet. Die·Grundfarben·des gespaltenen Wappenschildes drücken die historische Zugehörigkeit zu Nassau-Saarbrücken und zum Herzogtum Lothringen, bzw. die kirchliche Zugehörigkeit zu Kurtrier aus.

"Schlägel und Eisen" sind Symbole des Bergmannsstandes und des Bergbaues, der in Schwalbach eine über 250jährige Tradition hat und außerordentlich die Entwicklung aller Gemeindebezirke in den beiden zurückliegenden Jahrhunderten bestimmt hat. So ist schon im frühen 18. Jahrhundert der Abbau von Kohle bei Schwalbach, Griesborn, Knausholz und Derlen nachgewiesen.

Wald und Grünflächen in der Gemeinde werden durch den "Eichenzweig" im Wappen dargestellt. Er ist in diesem Zusammenhang Zeichen für die ausgedehnten Waldbestände in den Gemeindebezirken, symbolisiert aber gleichzeitig die vielfältigen Möglichkeiten für Freizeitbetätigung, Naherholung und Gesundheitsvorsorge in Schwalbach. Die Gemeinde hat dafür gute Voraussetzungen geschaffen.

Das "Mühlrad" hat vor allem historische Bedeutung in Bezug auf die Gemeinden im Elmer Bachtal, wo noch heute Teile alter Mühlen jahrzehntelange Tradition dokumentieren.

Das "Kreuz" im Gemeindewappen verweist auf die historisch bedeutsamen Beziehungen der Gemeindebezirke zur früheren Abtei Wadgassen bzw. Fraulautern sowie auf die heutige christliche Einstellung der Bevölkerung, die sich in den Gemeindebezirken auf verschiedene katholische Pfarreien und eine evangelische Kirchengemeinde aufteilt.

Gemeindewappen Schwalbach