Bauen und Wohnen

Im Jahr 2006 wurde der Flächennutzungsplan der Gemeinde überarbeitet und somit die Weichen für die städtebauliche Entwicklung der kommenden Jahre in der Gemeinde gestellt.

So wurden in jedem Gemeindebezirk kleinere Neubaugebiete ausgewiesen, klein insofern, da auch die derzeitige demographische Entwicklung beachtet werden muss, die eine rückläufige Bevölkerungsentwicklung prognostiziert. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch das vom Gemeinderat im Januar 2013 beschlossene integrierte Gemeindeentwicklungskonzept (kurz. GEKO).

Das Baugebiet für den Gemeindebezirk Schwalbach wurde bereits erschlossen („Im Pfaffenacker“) und die Gemeinde Schwalbach ist auch weiterhin bemüht in Zukunft günstiges Bauland zu erschließen.

Gemeindliche Wohnbaustellen in Neubaugebieten wurden in der Vergangenheit im Rahmen der Baustellenbewerberliste vergeben. Das Formular für die kostenlose Aufnahme in diese Liste finden Sie hier.

Neben den in der Vergangenheit von der Gemeinde bereitgestellten Wohnbauflächen werden derzeit auch zwei Wohnbaugebiete („Wohngebiet Am Knausholzschacht“ im Gemeindebezirk Elm und Wohnbaugebiet „Langelänge“ im Gemeindebezirk Schwalbach) mit insgesamt über 100 Wohnbaustellen durch private Investoren unter der Planungshoheit der Gemeinde erschlossen. Interessenten können sich gerne bei der Gemeinde über die Planungen informieren. Im Bereich „Langelänge“ werden voraussichtlich im Jahr 2014 nochmals 21 Wohnbaustellen zusätzlich erschlossen.

Im Jahr 2011 konnte ein Fachmarktzentrum (großflächiger Einzelhandel) im Gemeindebezirk Schwalbach eröffnet werden. Hier wird auf bislang rund 3.000m² verwirklichten Verkaufsflächen die Kaufkraft am Ort gebunden. Planungsrechtlich bleibt noch Raum für die Realisierung von weiteren etwa 1000m².

Im Flächennutzungsplan sind natürlich auch neue Standorte für Gewerbeflächen eingeplant. Dabei werden neben den Gewerbetreibenden und der verkehrlichen Anbindung auch die Anwohner und das Landschaftsbild berücksichtigt.

Verkehrsgünstig gelegen ist das Gewerbegebiet „Hild II“ im Gemeindebezirk Hülzweiler und das Gebiet „Neyschacht“ im Gemeindebezirk Schwalbach, welches im südlich angrenzenden Bereich noch Erweiterungsflächen vorsieht. Wegen der guten Akzeptanz der ausgewiesenen Flächen wird die Gemeinde auch in Zukunft neue Flächen für Dienstleistungen und Gewerbe zur Verfügung stellen. Auch wurde bereits 2006 der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet „Nr. 4, Groß Teilung“ als Satzung beschlossen, der Bebauungsplan hat die Voraussetzungen für die dringend erforderliche Erweiterung des ALDI- Zentrallagers an der Gemarkungsgrenze zu der Nachbargemeinde Bous geschaffen.

Falls Sie sich für Gewerbeobjekte bzw. Grundstücke in der Gemeinde Schwalbach interessieren sollten, können Sie sich auf der Homepage des Wirtschaftförderungsverbandes Untere Saar informieren.

Die Gemeinde Schwalbach beabsichtigt, für jeden Ortsteil moderne Seniorenpflegeeinrichtungen zur Verfügung zu stellen. Im Gemeindebezirk Hülzweiler wird schon seit geraumer Zeit eine Kurzzeitpflege angeboten. Ein weiterer wichtiger Schritt mit dem Ziel einer geordneten städtebaulichen Entwicklung war der Satzungsbeschluss zum Vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Seniorenzentrum Schwalbach“. Hier werden Dienstleistungen rund um die stationäre und ambulante Pflege, sowie eine Tagesbetreuung angeboten. Im Gemeindebezirk Elm hat die Pflegeeinrichtung, die im Jahr 2012 eröffnet wurde, saarlandweit eine Vorreiterrolle vor allem hinsichtlich der Betreuung der an Demenz erkrankten Senioren übernommen. Dem bundesweit stattfindenden demographischen Wandel kann auf diese Art und Weise auf kommunaler Ebene Rechnung getragen werden.

Für alle Bauwilligen ist interessant, dass seit dem 01. Juni 2004 eine geänderte Landesbauordnung für das Saarland in Kraft getreten ist. Diese soll vor allem die Eigenverantwortung der Bauherrinnen und Bauherrn stärken.

Bitte beachten Sie, dass die Bauvorhaben keinen anderslautenden örtlichen Satzungen widersprechen dürfen, wie z.B. Festsetzungen in Bebauungsplänen. Ebenso entbinden die Vorhaben nicht von der Verpflichtung zur Einhaltung der Anforderungen, die durch andere öffentlich-rechtliche und privatrechtliche Vorschriften vorgegeben werden (hierzu zählen insbesondere einzuhaltende Abstandsflächen zu benachbarten Grundstücken, die Einhaltung der Bestimmungen des Baugesetzbuches, des Saarländischen Wassergesetzes und des Saarländischen Naturschutzgesetzes) und lassen die bauaufsichtsrechtlichen Eingriffsbefugnisse unberührt. Bei Missachtung haftet ausschließlich die Bauherrin oder der Bauherr.

Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte, bevor Sie mit dem Bau beginnen, an den Fachbereich Bauen, Wohnen, Umwelt der Gemeinde Schwalbach. Und bitte beachten Sie, dass ohne Planunterlagen, die durch eine fachkundige Person, wie Architekt/Architektin oder konstruktive/n Ingenieurin/Ingenieur, gefertigt wurden, keine rechtsverbindliche Beratung möglich ist.

Für ein Beratungsgespräch vorab ist eine mitgebrachte Flurkarte mit dem einskizzierten Vorhaben überaus hilfreich.