Dickfranzenhaus

dickfranzenhaus

Das Dickfranzen Haus in der Hauptstraße 211 in Schwalbach blickt zurück auf eine lange Geschichte und wurde schon 1684 in der Köllertaler Renovatur erwähnt.

In „Schuhnickels Haus“ wohnte um 1600 die Familie des Schuhmacher Nikolaus. Er erwarb das Haus, das mehr ein Steinhaufen war, 1588 von einem Schäfer und baute darauf ein neues Haus. Nach dem 30-jährigen Krieg war er verschollen und seine Enkelin erbte das Haus. Der damalige Gewölbekeller ist noch heute im Originalzustand erhalten.

100 Jahre später bewohnte Paul Franciskus Jaquemin (Schackmann) das Haus. Jakob Jaquemin´s Tochter Barbara lebte Ende des 18. Jahrhunderts mit Mann und 14 Kindern in dem kleinen Häuschen „auf der Hühnergass“.

Seinen heutigen Namen hat das alte Haus vom „Dickfranzen“, mit bürgerlichem Namen Franz Rupp, der um 1876 dort wohnte. Seit 1965 gehört es Regina Schudell-Rupp, die es dem 2002 gegründeten Förderverein für Denkmalpflege und Heimatkunde Schwalbach e.V. zur Verfügung stellte.

Im Dickfranzenhaus wird seither Dorfgeschichte gepflegt. Das Vereinsdomizil des Fördervereins für Denkmalpflege und Heimatkunde ist mittwochs von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Die Heimatkundler haben ein umfangreiches Archiv mit alten Dokumenten,  Schriften und Büchern zur Ortsgeschichte und Mundart zusammengetragen. Das Archiv dient als Quelle zur Familienforschung und die Unterlagen über etliche Schwalbacher Familien stehen jedem offen. Darüber hinaus steht ein interessantes und umfängliches Bildarchiv zur Verfügung. Im Dickfranzenhaus werden Rezepte aus Großmutters Zeiten ausprobiert, bei selbstgebackenem Kuchen oder Brot aus dem historischen Backofen kann man gemütlich zusammensitzen und von früheren Zeiten erzählen. Zu gemeinsamen Handarbeiten treffen sich regelmäßig die Damen vom „Club der heißen Nadeln“.

Quelle: Vereinsarchiv des Fördervereins für Denkmalpflege und Heimatkunde e.V.)

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