Solardachkataster

Das Solardach-Kataster für den Landkreis Saarlouis ist jetzt öffentlich zugänglich. Der entsprechende Link (Zugangscode), mit dem man im Internet die Eignung seines Daches für Photovoltaik bzw. Solarthermie überprüfen kann, steht nunmehr allen Interessenten auf der Startseite des Wirtschaftsförderungsverbandes Untere Saar (WFUS) zur Verfügung. Auch auf den jeweiligen Startseiten der 13 Städte und Gemeinden im Landkreis Saarlouis wird dieser Link entsprechend platziert werden.

Dies bedeutet in der Praxis, dass es jetzt zwei Möglichkeiten der Abfrage bezüglich der Eignung ihres Daches für Solarenergie gibt. Worin liegen die Unterschiede?

Die „öffentlich zugängliche Abfragung“ kann – wie der Name es bereits verrät - von jedermann genutzt werden. Einzige Voraussetzungen sind ein Internet fähiger Computer/Laptop und der entsprechende Zugangscode. An Hand der anwenderfreundlichen Menüführung gelangt man über Wohnort, Straße und Hausnummer zu seinem gesuchten Objekt. Das Ergebnis ist lediglich eine farbliche Kennzeichnung des angefragten Daches (rot-orange-gelb). Rot steht hierbei für sehr gut geeignet, orange für gut geeignet und gelb für bedingt geeignet. Bei dieser Version werden keine zahlenmäßigen Auskünfte über Modulfläche, max. Stromertrag pro Jahr, CO²-Einsparung oder Modul -Typ gegeben. Diese Art der Abfragung ist in Abstimmung mit § 11 des Saarländischen Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes datenschutzrechtlich zulässig.
Die „individuelle Abfragung“, die bereits seit September 2010 genutzt werden kann, erfolgt nach wie vor über die jeweils zuständige Stadt/Gemeinde. Interessenten können das Anmeldeformular auf der Startseite des WFUS ausfüllen und absenden oder direkt bei Ihrer Gemeinde vorsprechen. In beiden Fällen wird dem Antragsteller anschließend ein sogenannter Solardachkataster-Ausdruck mit seinen individuellen Daten ausgehändigt. Darauf lassen sich dann außer der farblichen Eignung auch die Modulfläche, der Stromertrag und die CO²-Einsparung ablesen. Der „kleine Umweg“ über ihre Gemeinde ist in solchen Fällen aus datenschutzrechtlichen Gründen notwendig, da es sich hierbei um persönliche Daten des einzelnen Bürgers handelt und die Rechtmäßigkeit, ob derjenige auch wirklich der Eigentümer des Gebäudes ist, von entsprechender Stelle bei der Stadt/Gemeinde überprüft werden kann.

Beide Versionen haben jedoch ein gemeinsames Ziel, nämlich dem Bürger die Frage der prinzipiellen Eignung seines Daches für Solarenergie zu beantworten. Alle weiteren Schritte, von der statischen Eignung Ihres Daches, über die Finanzierung bis hin zur praktischen Umsetzung müssen dann ohnehin mit den entsprechenden Fachfirmen besprochen bzw. verhandelt werden.

Für weitere Fragen steht Ihnen der zuständige Projektleiter beim WFUS, Dipl.-Ing. Manfred Krämer (Tel.-Nr. 06831 / 50319-13 bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder der zuständige Ansprechpartner in ihrer Stadt/Gemeinde zur Verfügung.