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Vollsperrung

Vollsperrung der L139 und L341 in Hülzweiler: Massive Probleme durch Umleitungsverkehr und Vandalismus


Die derzeitige Vollsperrung der L139 und L341 im Bereich der Saarwellinger Straße stellt Bürgerinnen und Bürger sowie die örtlichen Behörden vor große Herausforderungen. Trotz klar ausgeschilderter Umleitungen kommt es täglich zu erheblichen Verstößen durch Verkehrsteilnehmer, die versuchen, die Sperrung über Feld- und Wirtschaftswege zu umfahren.

Diese nicht für den öffentlichen Durchgangsverkehr vorgesehenen Wege werden zunehmend als sogenannte „Schleichwege“ genutzt. Die Folgen sind nicht nur eine erhebliche Belastung für die Infrastruktur, sondern auch ein wachsender Aufwand für die zuständigen Stellen.

Die Ortspolizeibehörde sowie der Gemeindebauhof sind seit Beginn der Sperrung im Dauereinsatz, um die Situation unter Kontrolle zu halten. Insbesondere die Sicherung der Feldwege stellt ein zentrales Problem dar. In den vergangenen zwei Wochen mussten bereits zehn Sicherungspfosten erneuert werden, da sie mutwillig beschädigt oder entfernt wurden.

Der entstandene Sachschaden beläuft sich bereits auf rund 2.500 Euro. Nicht eingerechnet sind dabei die erheblichen Arbeitsleistungen der Bauhofmitarbeiter. Diese müssen jedes Mal den vorhandenen Beton aufwendig entfernen, um neue Pfosten fachgerecht einsetzen zu können. Der personelle und zeitliche Aufwand ist entsprechend hoch.

„Es ist nicht nachvollziehbar, dass sich viele Verkehrsteilnehmer bewusst über die ausgeschilderten Umleitungen hinwegsetzen und dabei auch noch mutwillig Infrastruktur zerstören“, heißt es aus Verwaltungskreisen. Die Maßnahmen dienen ausschließlich der Verkehrssicherheit und dem Schutz der Wege.

In der Bevölkerung wird derweil vermehrt gefordert, feste, nicht umlegbare Pfosten zu installieren, um ein unerlaubtes Befahren der Feldwege dauerhaft zu verhindern. Diese Lösung ist jedoch aus sicherheitstechnischen Gründen nicht umsetzbar. Die betroffenen Wege dienen im Ernstfall als wichtige Zufahrtsstrecken für Rettungskräfte, insbesondere für die Feuerwehr. Im Falle eines Brandes in den Gewerbegebieten Hild oder Kuhnacker sind diese Verbindungen unerlässlich, um schnelle Hilfe gewährleisten zu können.

Auch Forderungen nach zusätzlichen Warnschildern, etwa am Beginn der Bergstraße, sind überflüssig. Bereits jetzt ist die Straße eindeutig als Sackgasse ausgeschildert, die in einen Feldweg übergeht. Zudem ist der Weg in keinem Navigationssystem als reguläre Straße verzeichnet.

Die Ortspolizeibehörde führt täglich Kontrollen durch, um Verstöße zu ahnden und die Verkehrsteilnehmer zur Einhaltung der Regeln zu bewegen. Dennoch kommt es weiterhin zu Missachtungen der Beschilderung. Die OPB hat auch bereits Kontakt zur Polizei aufgenommen, die in den kommenden Tagen dort vermehrt Kontrollen durchführen wird.

Die Gemeinde appelliert daher eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer, die ausgewiesenen Umleitungen zu nutzen und die bestehenden Regelungen zu respektieren. Nur so können weitere Schäden, unnötige Kosten und Gefährdungen vermieden werden.

Ab der 4. Phase der Baustelle, die voraussichtlich Anfang Mai beginnen wird, wird die Ortsdurchfahrt Richtung Saarwellingen wieder befahrbar sein.