Neujahrstreffen am 5. Januar 2014

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, meine sehr verehrten Damen und Herren, verehrte Gäste,

„Will das Glück nach seinem Sinn, Dir was Gutes schenken, Sage Dank und nimm es hin ohne viel Bedenken.

Jede Gabe sei begrüßt, doch vor allen Dingen: Das worum Du dich bemühst, möge Dir gelingen.“

Mit diesem kleinen Gedicht von Wilhelm Busch möchte ich Sie alle ganz herzlich zu unserem Neujahrstreffen begrüßen.

Ich wünsche Ihnen für das Jahr 2014 alles Gute, Gesundheit, Glück und Zufriedenheit. Bitte nehmen Sie meine guten Wünsche auch mit in Ihre Familien, zu Ihren Nachbarn und Freunden, und ich richte sie auch an diejenigen, die alters- oder krankheitsbedingt nicht mehr aktiv am Leben in unserer Gemeinschaft teilnehmen können.

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Ich grüße von dieser Stelle auch die Freunde in unserer Partnergemeinde Vern-sur-Seiche und natürlich die Soldatinnen und Soldaten unserer Patenkompanie in Saarlouis.

Es ist immer wieder schön, wenn wir uns zum Beginn eines neuen Jahres gute Wünsche aussprechen und zugleich in lockerer Atmosphäre  zusammenkommen. Mit dem Beginn eines neuen Jahres verknüpfen sich, auch wenn eigentlich nur die Jahreszahl wechselt, stets bestimmte Erwartungen. Ich wünsche Ihnen, dass Ihre persönlichen Vorstellungen und Hoffnungen für 2014 in Erfüllung gehen.

Ich freue mich, dass wieder so viele meiner Einladung zu diesem Neujahrstreffen gefolgt sind. Es ist schon der vierte Neujahrsempfang in meiner Amtszeit – wie schnell doch die Zeit vergeht.

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Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Saarbrücker Zeitung hat sich Anfang November in einem ausführlichen Artikel mit dem Thema Glück und Lebenszufriedenheit befasst. Die Saarländer seien demnach aufgrund einer breit angelegten Untersuchung von Professor Bernd Raffelhüschen aus Freiburg mit ihrem Leben sehr zufrieden. Deutschland als Ganzes betrachtet befinde sich auf einem Zufriedenheitsplateau.

Fast zeitgleich erscheint dann aber ein Artikel im Magazin der Süddeutschen Zeitung, in dem der Autor feststellt, dass wir in einem gesellschaftlichen Klima aus Hyperaktivität und Ungeduld leben.

Und immer wieder holen uns die Berichte ein von steigender Armut, auch in unserem unmittelbaren Umfeld, im Kreis, im Land.

Nehmen wir doch vor allem die positive Botschaft mit, dass wir Saarländer im Vergleich der Regionen in Deutschland zu den glücklichen und zufriedenen Menschen zählen. Das ist gut, aber sicherlich kein Grund, sich zurück zu lehnen und auszuruhen.

Glück und Zufriedenheit erarbeitet man sich, es ist eine gute Basis für das Wohlbefinden einer ganzen Gesellschaft und es strahlt aus auf das Gemeinschaftsleben in unseren Kommunen.

Wenn es vielen gut geht, sind wir umso mehr aufgefordert, denen beizustehen, denen es weniger gut geht. Es ist wichtig, dass wir uns solidarisch zeigen, tolerant sind und beharrlich eintreten für die Integration der Mitbürgerinnen und Mitbürger, die aus Krisenregionen zu uns kommen, in denen Glück und Zufriedenheit fast nur in Träumen vorkommen, wo Angst, Armut und Chaos vorherrschen. In den letzten Wochen hat die Gemeinde insgesamt 7 Flüchtlinge aus Eritrea und Syrien aufgenommen.

An dieser Stelle passt es gut, den vielen Einzelpersonen und Gruppen zu danken, die sich unermüdlich im sozialen Bereich engagieren, die ehrenamtlich in unserem Gemeinwesen wirken, ob in Vereinen, Verbänden oder einfach still und leise Gutes für ihre Mitmenschen tun.

Es gibt sehr viele Menschen in dieser Gemeinde, die mehr tun, als man von ihnen erwartet.

Dafür gilt ihnen mein besonderer Dank, mein Respekt und meine Anerkennung und dies wiederhole ich gerne Jahr für Jahr.

Wenn wir zurückschauen auf die globalen Ereignisse in 2013 erinnern wir uns daran, dass es ein zum Teil wildes und kurioses, aber auch großartiges Jahr war:

Es gab Lasagne mit Pferdefleisch, Edward Snowden enthüllte einen Abhörskandal von immer noch nicht überblicktem Ausmaß, wir haben plötzlich einen Papst im Ruhestand und einen coolen neuen Papst, der FC Bayern München gewinnt das Triple und die Club-Weltmeisterschaft, Uli Hoeneß ist nur auf Kaution auf freiem Fuß, der neue Berliner Flughafen verharrt in einer Baustelle, die Zinsen sind auf einem Tiefststand, ein irrer Diktator haust in Nordkorea, die FDP scheitert bei der Bundestagswahl, GROKO ist das Wort des Jahres und zwei Saarländer sitzen bei Angela Merkel am Kabinettstisch.

In Schwalbach war das Jahr 2013 weniger wild, dafür aber doch ereignisreich:

Im Januar wurde aus der vom kommunalen Zweckverband der Gemeinden Bous, Ensdorf und Schwalbach betriebenen Grünschnittdeponie offiziell ein Wertstoff-Zentrum des EVS. Ein im Zusammenhang mit der ständig geführten Diskussion über Abfallgebühren und Abfallvermeidung wichtiger Schritt und gelungener Beitrag für die Rücknahme und Wiederverwertung von Wertstoffen.

Während der Februar gekennzeichnet war vom vielfältigen Faschingstreiben in unserer Gemeinde, begannen im März die Arbeiten zum Wiederaufbau bzw. der Sanierung der Schutzhütten. Durchgeführt von unserer Patenkompanie und vom Bauhof der Gemeinde sind alle Hütten wieder hergerichtet und sie sind recht ansehnlich geworden.

In Hülzweiler wurde Anfang Mai der erneuerte Dorfbrunnen in der Laurentiusstraße eingeweiht. Die Arbeiten wurden tatkräftig von den Mitgliedern des Ortsrates Hülzweiler begleitet.

Das neue Mühlenfest im Elmer „Mühlenthal“ war bei seiner Uraufführung eine gelungene Aktion der Elmer Vereinsgemeinschaft.

Ende Juni feierte der Kindergarten Tausendfüßler in der Schwalbacher Schulstraße sein 50jähriges Bestehen. Die Band „The New Generation“ sorgt zum sechsten Mal hintereinander für eine ausverkaufte Freilichtbühne.

Anfang Juli erfolgte der erste Spatenstich zur Erweiterung des Griesborner Kindergartens.

Die Kinderferienaktion der Gemeinde hat nach 25 Jahren Isny im Allgäu ein neues Ziel: Scheid am Edersee. Bei der Premiere im Juli waren rund 40 Kinder dabei und allesamt begeistert.

Nach den Sommerferien wurde Anfang September der neue Schwalbacher Dorfbrunnen an historischer Stelle seiner Bestimmung übergeben, die Hospizgruppe Schwalbach feierte ihr 15jähriges Bestehen und die Wahlen zum Deutschen Bundestag fanden statt.

Im Oktober wurde der Solarpark Griesborn auf einer Fläche von 4 ha offiziell in Betrieb genommen, der Hauptsammler Elm-Sprengen wurde nach rund 15jähriger Bauzeit fertiggestellt und Weihbischof Robert Brahm hat im Rahmen seiner Dekanatsvisitation auch einen Besuch im Rathaus abgestattet.

In einem beeindruckenden Konzert in der Pfarrkirche in Hülzweiler haben der Philharmonische Chor an der Saar gemeinsam mit Sängerinnen, Sängern und Musikern aus dem russischen Kasan dem 70. Jahrestag der Schlacht von Stalingrad gedacht.

Anfang November hat der neue Bürgermeister unserer Partnergemeinde Vern-sur-Seiche, Didier Moyon, zusammen mit einer kleinen Delegation seinen Antrittsbesuch in Schwalbach gemacht.

Der Aktionstag „Zukunft des Alters, Altern der Zukunft“ im Gemeindesaalbau und der Schwalbacher Adventszauber Ende November sowie der Spatenstich für die neue Rettungswache am Walter-Becker-Weg im Dezember bildeten sozusagen den Abschluss  eines breit gefächerten Veranstaltungs- und Projektkalenders 2013. Nicht vergessen möchte ich dabei die Vielzahl von Konzerten, Sportveranstaltungen, Theateraufführungen auf der Freilichtbühne, Vereinsfeste aller Art, die Kirmesse, die kirchlichen Veranstaltungen und vieles mehr. 

Sie sehen und merken, dass in dieser Gemeinde immer etwas los ist. Bei über 160 Veranstaltungen im Jahr 2013 sorgen in erster Linie die Vereine dafür, dass das Gemeinschaftsleben nicht zu kurz kommt.

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Wie geht es weiter und wie sieht es mit den Finanzen aus?

In meiner letztjährigen Rede hatte ich von Einschnitten gesprochen, von jährlichen Sparauflagen in Höhe von 240.000 €, bis 2015 insgesamt 960.000 €. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Ich habe gesagt, wenn alle politischen Kräfte weiter an einem Strang ziehen, werden wir die Karre aus schwerem Geläuf wieder auf einen guten Weg bringen.

Der Gemeinderat hat im März 2013 einen Doppelhaushalt verabschiedet für die Jahre 2013 und 2014 und weitere Konsolidierungsmaßnahmen beschlossen. Die Sparanstrengungen wurden konsequent fortgesetzt und ich kann heute mit Freude und Stolz verkünden:

am Ende des Jahres 2013 konnten die Kredite zur Liquiditätssicherung beim Vorjahreswert gehalten werden, d.h., erstmals seit 1995 wurde kein zusätzlicher Liquiditätskredit aufgenommen, und das zum Jahresanfang prognostizierte Defizit von rd. 2,65 Mio € kann nach derzeitigem Stand um mindestens 2,1 Mio € auf noch rund 500.000 € zurückgeführt werden.

Diese Entwicklung ist sowohl den Sparbemühungen auf der Ausgabenseite als auch  - und dies überwiegend – der guten Konjunktur und damit verbundenen Gewerbesteuer-einnahmen zu verdanken.

Letzteres ist ein guter Grund Planungen und Projekte ansässiger Unternehmen und Ansiedlungswünsche mit all unseren Möglichkeiten zu unterstützen.

Durch ein im Dezember 2012 vom Gemeinderat mit Mehrheit in Auftrag gegebenes Zinsmanagement konnten im Jahr 2013 rund 650.000 € der Gemeindekasse gutgeschrieben werden. Aus dem  kommunalen Entlastungsfond erhält Schwalbach 914.000 €, mit denen Zinsen und Tilgung für die Liquiditätskredite bedient werden.

Der Silberstreif am Horizont ist tatsächlich da und die Karre, die die Ratsmitglieder gemeinsam mit mir ziehen, ist aus schlammigem Grund wenigstens wieder auf einer Schotterpiste angekommen.

Das ist alles noch kein Grund zur Entwarnung. Bundesweit hängen die Kommunen am Tropf und weitere Hilfen, insbesondere durch den Bund werden nötig sein.

Solide Finanzen für die kommenden Jahre, das wird das Hauptthema in dieser Gemeinde bleiben, und ich persönlich verbinde damit den Ehrgeiz, baldmöglichst wieder einen ausgeglichenen Haushalt zu präsentieren.

Für die Jahre 2013 und 2014 stehen insgesamt rund 6 Mio € für Investitionen zur Verfügung.

Was machen wir mit diesem Geld:

Püttlinger Straße, Bruchstraße, Pastor-Thielen-Straße, Hülzweiler Straße, Elbinger Straße, der Schacherweg wurden teilweise neu kanalisiert und die Straßendecke saniert. Die Mozartstraße wird im Frühjahr fertig gestellt.

Im Baugebiet „Hangstraße“ erfolgte der Endausbau, die Maßnahmen zum Hochwasserschutz in allen Gemeindebezirken werden Zug um Zug fortgeführt.

Für die Umsetzung des Gemeindeentwicklungskonzeptes stehen erstmals rund 300.000 € zur Verfügung. Erste Teilmaßnahmen in allen Gemeindebezirken werden wir in den Gremien in den kommenden Wochen und Monaten andiskutieren.

Schwerpunkte werden dabei sicherlich die städtebaulichen Entwicklungen der Ortsmitten in den Gemeindebezirken sein, wobei wir mit der Bachoffenlegung des Lochbaches und der  Neugestaltung des Marktplatzes in  Hülzweiler besonders in der Pflicht sind.

Der Beginn der konkreten Planungen für ein Gewerbegebiet „Hild III“  geht einher mit der Finanzierungsfrage und auch mit der Frage der Verkehrsanbindung. Hier gäbe es eine Möglichkeit, die auf einer Idee meines Amtskollegen Roland Henz aus Saarlouis fußt, nämlich die Nutzung der früheren Entlastungsstraße über das Panzererprobungsgelände Fraulautern mit Anbindung an die A 8 und Fortführung entlang des Duhamelgeländes zur B 51 neu.

Diese Lösung hätte nicht nur einen gewissen Charme für die Anbindung des Gewerbegebietes „Hild“ sondern auch für die seit Jahren schwelende Diskussion über den Schwerlastverkehr in unserer Gemeinde.

Ich habe den zuständigen Minister und den Landrat angeschrieben und gebeten, sich für diesen Lösungsvorschlag einzusetzen, da er zugleich für Schwalbach, Ensdorf und Saarlouis-Fraulautern eine erhebliche Entlastung vom Schwerverkehr bedeuten könnte.

Zurück zu den aktuellen Investitionen:

Die Friedhöfe in Derlen, Hülzweiler und der Zentralfriedhof in Schwalbach wurden erweitert und um der veränderten Bestattungskultur Rechnung zu tragen, werden nun nach und nach auf diesen Friedhöfen Urnenstelen errichtet. Dazu wird es in der ersten Ausgabe des Blickpunktes ausführliche Informationen geben.

Ein Ausgabenschwerpunkt ist mit rd. 1,8 Mio € der Um- und Erweiterungsbau am Kindergarten Griesborn. Hier entstehen zum einen 20 neue Krippenplätze und zum anderen ein komplett energetisch saniertes Kindergartengebäude. Insgesamt wird dieser Kindergarten dann 6 Gruppen mit 30 Krippenplätzen und 75 Tagesstättenplätzen aufweisen. Das Angebot in allen Kindergärten unserer Gemeinde summiert sich auf 90 Krippenplätze und 466 Tagesstättenplätze.

Gemeinsam mit dem Landkreis werden wir weiter daran arbeiten, unser Betreuungsangebot im Vorschulbereich auszuweiten. Das braucht ein bisschen Zeit, vor allem aber Geld, das Bund und Land zur Verfügung stellen müssen.

Vom Kindergarten in die Grundschulen haben wir mittlerweile einen fließenden Übergang. Wer einen Krippen- oder Tagesstättenplatz im Kindergarten beansprucht hat, wird auch in der Grundschule nicht ohne Nachmittagsbetreuung auskommen.

Auch hier sind wir in Schwalbach auf einem guten Weg und haben in den vergangenen Jahren das Angebot kontinuierlich ausgebaut. Bei derzeit 25 Schulklassen mit 485 Schülerinnen und Schülern in den Grundschulen der Gemeinde gibt es 240 Betreuungsplätze, von denen in diesem Schuljahr aktuell 213 belegt sind. Alle diese Zahlen haben eine weiter steigende Tendenz.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, allen in der Kinder- und Jugendarbeit tätigen Personen – vor allem den vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen und Verbänden – Dank zu sagen für ihre äußerst wertvolle Arbeit.

Ich bin sehr froh darüber, dass es uns gelingt, die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in den Kindergärten und in der Nachmittagsbetreuung in den Schulen zu bedienen. Dies ist umso wichtiger, als wir unserem Slogan „attraktive Wohngemeinde rechts der Saar“ weiterhin gerecht werden wollen. Gerade junge Familien mit Kindern sollen sich hier wohlfühlen.

Und das ist auch ein wichtiger Grund, weiter darüber nachzudenken, bezahlbares Bauland zu erschließen. Mit den Baugebieten „Knausholzschacht“ und „Langelänge“ haben wir die gute Erfahrung gemacht, dass dies nicht zwingend die Kommune machen muss, sondern ein zuverlässiger Investor das ebenso gut kann.

Hier sind wir inzwischen einschließlich der Baustellen im Baugebiet „Pfaffenacker“ bei zusammen über 120 verkauften Baustellen angelangt – ein toller Schub für Schwalbach.

Ich denke, dass in Sachen Bauland noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Und eingedenk des demografischen Wandels sollten wir unbedingt auch über spezielle Wohnformen für Senioren diskutieren.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Thema „Haushalt und Finanzen“ bleibt weiter das dominierende und noch dazu ein schwieriges. Es dürfte unstrittig sein, dass wir dabei ehrlich miteinander umgehen müssen und den Menschen sagen, wo der Schuh drückt und wohin die Reise geht.

Eine noch immer nicht ausgestandene Eurokrise, weiterhin drohende Staatspleiten, Streit um den Länderfinanzausgleich, klamme Kassen vor allem im Land und den Gemeinden, steigende Umlagen aufgrund immer höherer Sozialausgaben, Rettungspakete, Spardiktate, Schuldenbremsen, ständig neue Vorgaben der EU mit zum Teil erheblichen finanziellen Konsequenzen für die unterste Einheit unseres Staatsgebildes, den Kommunen und immer wieder die Frage: wer bezahlt das alles?

Von daher muss es erlaubt sein, nein es ist gerade für uns Bürgermeister eine Pflicht, daran zu erinnern: wer bestellt, muss bezahlen.

Und genauso muss es erlaubt sein, laut nachzudenken über unsere sehr kleinteiligen politischen Strukturen innerhalb des Saarlandes, der Kreise und der Kommunen. Auch das ist ein Stück Demokratie, über sinnvolle Veränderungen tabufrei zu diskutieren. Das gehört auch zu unseren Verpflichtungen gegenüber nachfolgenden Generationen.

Die interkommunale Zusammenarbeit ist sicherlich ein bedeutender Teil dieser Diskussion. Es ist eine auch von der Landesregierung unterstützte Form der freiwilligen Zusammenarbeit zwischen benachbarten Gemeinden.

Da gebe ich doch das Stichwort „1.1.1974“. Das Datum des Inkrafttretens der ersten Gebietsreform vor mittlerweile 40 Jahren. In Schwalbach begann die zweite Gebietsreform am 1.1.1982, nachdem Bous und Ensdorf wieder ihre Selbständigkeit erlangten.

Während die Politik sich bis heute mit Annäherungen zurückhält, haben die Verwaltungen dieser drei Gemeinden den guten Kontakt und die Zusammenarbeit nie aufgegeben.

Darum ist es mir und meinen Amtskollegen Faust und Louis auch nicht schwer gefallen, über das Projekt „Zusammenlegung der Bauhöfe“ zu reden und mit einem externen Berater ein Gutachten zur Wirtschaftlichkeit eines gemeinsam betriebenen Bauhofes zu erarbeiten. Es ist fast fertig und soll in den nächsten Wochen den politischen Gremien, natürlich auch den Personalräten und den Beschäftigten vorgetragen werden.

Man darf gespannt sein, was daraus wird und welche Diskussionen sich entwickeln.

Gespannt sein darf man auch, inwieweit die politisch Verantwortlichen in Bund und Land in der Lage sein werden, solchen Bestrebungen die volle Unterstützung zu gewähren oder ob ein Scheitern beispielsweise aufgrund von EU-Vorgaben hinsichtlich des Umsatzsteuerrechts vorprogrammiert ist.

Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass Bürgermeister und  Verwaltungen bereit sind für  Veränderungen. Um diese Veränderungen erfolgreich auf den Weg zu bringen, braucht es klare politische Signale und Rechtssicherheit.

Interkommunale Zusammenarbeit auf freiwilliger Basis, egal in welchen Bereichen, kann ein Auftakt sein für eine weitergehende fruchtbare Diskussion. Eine Diskussion mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl über die Strukturen im Land, den Kreisen und den Kommunen, ohne dass irgendjemand sein Gesicht verlieren muss, ohne dass eine Gemeinde ihre Identität preisgeben muss.

Das ist eine große Herausforderung auch für die politisch Handelnden vor Ort. Da kommt vielleicht die Kommunalwahl im Mai gerade Recht. Sind doch die Wahlprogramme der politischen Parteien der Marktplatz für einen Wettbewerb der Ideen. Da muss doch für jeden etwas Passendes dabei sein.

Die Kommunalwahlen sind in wichtiger Faktor für die weitere Entwicklung unserer Gemeinde. So werbe ich schon heute dafür, dass Sie Ihr Wahlrecht wahrnehmen und mit darüber abstimmen, welche Ideen Ihnen zusagen. Welche Ideen Ihnen geeignet erscheinen, Zukunft für unsere Gemeinde zu gestalten. Und je mehr sich an der Wahl beteiligen, desto deutlicher fällt das Votum dafür aus.

Der Gemeinderat und auch die Ortsräte haben gute Arbeit geleistet in den zurückliegenden viereinhalb Jahren. Ich wiederhole gerne, was ich bereits in der letzten Sitzung des Gemeinderates am 19. Dezember gesagt habe: wir diskutieren sachorientiert und kollegial in den Ausschüssen und im Gemeinderat.

Es macht mir viel Freude, mit diesem Gemeinderat zusammen zu arbeiten und ich wünsche mir dies auch für die kommenden Wochen und Monate, die sicherlich stark geprägt sein werden durch die anstehende Kommunalwahl.

Kommune, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, heißt Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft funktioniert am besten, wenn viele Menschen Verantwortung übernehmen und sich einbringen. Deshalb bin ich sehr froh, dass sich in unserer Gemeinde so viele Menschen engagieren. Vieles von dem, was wir in diesem und überhaupt in den letzten Jahren erreicht haben, vieles von dem, was unsere Gemeinde attraktiv macht, geht auf ihr Wirken und ihre Initiativen zurück.

Deshalb möchte ich allen Bürgerinnen und Bürgern, allen Unternehmen und Initiativen, die sich für ihre Mitmenschen, für das Gemeinwohl oder ihnen wichtige Ziele einsetzen, die in Vereinen oder der Nachbarschaft wirken, die kulturelle und sportliche Events sponsern, deshalb möchte ich ihnen ganz besonders danken.

Sie alle tragen sehr viel zu einem guten Zusammenleben in Schwalbach bei.

Danken möchte ich allen, die in unseren Hilfsorganisationen Feuerwehr, DRK und DLRG sowie bei der Polizei und der Bundeswehr ihren Dienst tun. Sie müssen ihre Aufgaben oft unter schwierigen Bedingungen erfüllen und riskieren mitunter Gesundheit und Leben.

Mein Dank gilt auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern meiner Verwaltung, des Bauhofes, der Hallen und Säle, des Schwimmbades und der Kindergärten für ihre Arbeit im Dienste des Bürgers.

Dieser Dank geht auch an meine Stellvertreter, den Ersten Beigeordneten Norbert Trenz und den Beigeordneten Helmut Ney sowie an die Orstvorsteher Christel Albert, Ernst Peter Hirschmann und Bernd Schweitzer für die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit.

Schlussendlich möchte ich ein herzliches Dankeschön sagen an die jungen Musikerinnen und Musiker des Jugendorchesters des MV Harmonie Schwalbach unter der Leitung von Corinna Knauber. Hier gilt noch einmal das, was ich vorhin schon gesagt habe: ohne das Engagement ehrenamtlicher Mitarbeiter geht vor allem im Jugendbereich nicht viel. Das was wir heute hier sehen und vor allem hören, ist ein gutes Beispiel dafür, was  in den Vereinen geleistet wird.

Ich möchte schließen mit den Worten des Franziskanermönches Peter Amendt:

„Wir erwarten vom Neuen Jahr immer das, was das alte nicht gehalten hat. Dabei sind wir es doch selbst, die das Jahr gestalten.“

Ich lade Sie alle ein, mit Zuversicht, Mut und Entschlossenheit die Dinge in Schwalbach mit zu gestalten und ich wünsche Ihnen dazu einen guten Start ins neue Jahr, eine gute Zeit und unserer Gemeinde ein herzliches Glück auf.

Wir trauen uns
Schwalbachs Beste 2013

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