Werkstätten für behinderte Menschen

Die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) ist eine Einrichtung zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben und zur Eingliederung in das Arbeitsleben. Sie hat denjenigen behinderten Menschen, die wegen Art oder Schwere der Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können, eine angemessene berufliche Bildung und eine Beschäftigung zu einem ihrer Leistung angemessenen Arbeitsentgelt aus dem Abeitsergebnis anzubieten und zu ermöglichen, ihre Leistungs- oder Erwerbsfähigkeit zu erhalten, zu entwickeln, zu erhöhen oder wiederzugewinnen und dabei ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

  1. Sie fördert den Übergang geeigneter Personen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt durch geeignete Maßnahmen. Sie verfügt über ein möglichst breites Angebot an Berufsbildungs- und Arbeitsplätzen sowie über qualifiziertes Personal und einen begleitenden Dienst.

Die Werkstatt steht allen behinderten Menschen im Sinne des Absatzes 1, unabhängig von Art oder Schwere der Behinderung, offen sofern erwartet werden kann, dass sie spätestens nach Teilnahme an Maßnahmen im Berufsbildungsbereich wenigstens ein Mindestmaß wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistung erbringen werden.

(Aus SGB IX Paragraph 136)

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen im Saarland e.V. ist der Zusammenschluss der saarländischen Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM). Sie vertritt ihre Mitglieder und die bei ihnen arbeitenden behinderten Menschen gegenüber den zuständigen Kostenträgern, im politischen Raum und in der Öffentlichkeit. Auf Bundesebene ist sie in der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen organisiert.

Die saarländischen Werkstätten bieten zur Zeit etwa 3000 Arbeitsplätze für behinderte Menschen an. Etwa 1000 hauptamtliche Mitarbeiter bilden aus, leiten an und betreuen die behinderten Beschäftigten in den Werk- und Wohnstätten. Mit einem Umsatz von über 25 Millionen Euro bildet die Landesarbeitsgemeinschaft einen bedeutenden Standortfaktor für das Saarland. Dies zeigt, dass die Mitgliedseinrichtungen und damit die dort arbeitenden Menschen voll im Wirtschaftsleben des Saarlandes integriert sind. Besonders wichtig ist, dass die Produkte und Dienstleistungen von der sogenannten Ausgleichsabgabe absetzbar sind, diese Kostenreduktion kann ein entscheidender Faktor sein, einen Auftrag in eine saarländische Werkstatt für behinderte Menschen zu vergeben.

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