Gedanken zum Leben - Gedanken zum Sterben
Eine Geschichte ...
Stell dir vor, du hättest einen Preis gewonnen:
Jeden Morgen würden dir auf deinem Konto 86.400 Euro zur Verfügung stehen.
Doch es gibt Spielregeln.
Die erste Regel ist, dass dir alles, was du im Laufe des Tages nicht ausgegeben hast, wieder weggenommen wird, du kannst nicht schummeln, du kannst das Geld nicht auf ein anderes Konto überweisen, du kannst es nur ausgeben. Aber jeden Morgen wenn du erwachst, eröffnet die Bank für dich ein neues Konto mit neuen 86.400 Euro für den kommenden Tag.
Zweite Regel: Die Bank kann das Spiel ohne Vorwarnung beenden; zu jedem Zeitpunkt kann sie dir sagen, dass es vorbei ist, dass sie das Konto schließt und du kein neues mehr bekommen wirst.
Was würdest du tun?
Wir haben alle so eine magische Bank – es ist die ZEIT!
Jeden Morgen, wenn wir aufwachen, bekommen wir 86.400 Sekunden Leben für den Tag, und wenn wir am Abend einschlafen wird uns die übrige Zeit nicht gutgeschrieben. Was wir an diesem Tag nicht gelebt haben, ist verloren, gestern ist vergangen. Jeden Morgen beginnt der Zauber von neuem, aber die Bank kann unser Konto zu jeder Zeit ohne Vorwarnung auflösen: Das Leben kann jeden Moment zu Ende sein.
Was machen wir aus unseren täglichen Sekunden? Sind sie nicht viel mehr wert als die gleiche Menge Euros ?
aus dem Buch von Marc Levy „Solange du da bist“
Ich wünsche Dir Kraft
Wenn all meine Wünsche vergeblich sind,dann bleibt nur noch einer zu sagen:Ich weiß, Du stehst mitten im Lebenswind –ich wünsche Dir Kraft zum Ertragen.
Ich wünsche Dir Kraft aus der eigenen Mitte,
um Halt zu verleihen dem unsichren Schritte.
Und wo es Dir schwer fällt, Dich zu entscheiden,
mögen Dich all Deine Kräfte begleiten.
Ich wünsche Dir Kraft, um Dich selbst zu entfalten,
Deine Stärke den Ängsten entgegen zu halten.
Ich wünsch´, dass die Hoffnung nie fort von Dir geht,
nur weil keine Kraft mehr dahinter steht.
Ich wünsche Dir Kraft, die in den Stand Dich versetzt,
wieder heilen zu lassen, was Dich verletzt.
Ich wünsche Dir Kraft, die Dir Sicherheit gibt
aus dem niemals versiegenden Strom jener Kraft
eines Menschen, der Dich liebt.
aus: CD „Spuren im Sand“, S. Fietz
Unsere tiefgreifendste Angst …
Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht,
dass wir ungenügend sind.
Unsere tiefgreifendste Angst ist,
über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit,
die uns am meisten Angst macht.
Wir fragen uns, wer bin ich,
mich brilliant, großartig, talentiert,
phantastisch zu nennen?
Aber wer bist du, dich nicht so zu nennen?
Du bist ein Kind Gottes.
Dich selbst klein zu halten,
dient nicht der Welt.
Es ist nichts Erleuchtetes daran,
sich so klein zu machen,
dass andere um dich herum
sich nicht unsicher fühlen.
Wir alle sind dazu bestimmt zu leuchten,
wie es Kinder tun.
Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes,
der in uns ist zu manifestieren.
Er ist nicht nur in einigen von uns,
er ist in jedem einzelnen.
Und wenn wir unser eigenes Licht
erscheinen lassen,
geben wir unbewusst anderen Menschen
die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind,
befreit unsere Gegenwart automatisch andere.
Nelson Mandela
Erhalte mich liebenswert
O Herr, du weißt besser als ich, dass ich von Tag zu Tag älter und eines Tages alt sein werde.
Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen.
Erlöse mich von der großen Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen.
Lehre mich, nachdenklich, aber nicht grüblerisch, hilfreich, aber nicht diktatorisch zu sein. Bei meiner ungeheuren Ansammlung von Weisheit erscheint es mir ja schade, sie nicht ständig weiterzugeben – aber du verstehst, Herr, dass ich mir ein paar Freunde erhalten möchte.
Bewahre mich vor der Aufzählung endloser Einzelheiten und verleihe mir Schwingen, zur Pointe zu gelangen.
Lehre mich Schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden. Sie nehmen zu – und die Lust, sie zu beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr.
Ich wage nicht, die Gabe zu erflehen, mir Leidensberichte anderer mit Freude anzuhören, aber lehre mich, sie geduldig zu ertragen. Lehre mich die wunderbare Weisheit, dass ich mich irren kann.
Erhalte mich so liebenswert wie möglich. Ich möchte kein Heiliger sein – mit ihnen lebt es sich so schwer - , aber ein alter Griesgram ist das Krönungswerk des Teufels.
Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete Talente zu entdecken, und verleihe mir, o Herr, die schöne Gabe, es ihnen auch zu sagen.
Theresa von Avila
„Älter werden ist gar nicht so schlecht,
wenn man die Alternative bedenkt.“
Maurice Chevalier


